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Buchtitel "A Touch of Code"

A Touch of Code, Interactive Installations and Experiences“, R. Klanten, S. Ehmann, V. Hanschke (Editors), Die Gestalten Verlag GmbH, Berlin 2011 ISBN: 978-3-89955-331-4

 Schon im April 2011 herausgegeben, ist R. Klanten, S. Ehmann und V. Hanschke ein tolles Buch zeitgenössischer interaktiver Medien mit Nachschlagewerk-Charakter gelungen. In gewisser Weise handelt es sich um ein Must-Have für diejenigen Interaktionsfaszinierten, die noch ein Bücherregal haben. Neben üblichen Verdächtigen des Installationsdesigns – wie z.B. das Frankfurter Atelier meso, Art & Com, Aaron Coblin, Sosolimited, Golan Levin und Zachary Liebermann mit den fast schon klassischen Multi-Touch-Multi-User und Raum-Interfaces zeigt das Buch gerade auch durch seine Widmung kurios anmutender Erlebnisse, inwiefern die Code-Durchdringung uns bereits alle erreicht hat. Eines meiner Lieblingsprodukte in dieser Hinsicht ist die “Knitting Clock ” von Siren Elise Wilhelmsen.

  Bild: Knitting Clock

Jeden Tag eine Reihe, verstrickt diese Uhr symbolisch und reell Zeit und hat nach einem Jahr einen zwei Meter langen Schal produziert.

Auch köstlich: Frank Fietzeks und Uli Winters “Watschendiskurs“. Zwei Microcontroller-gesteuerte Stoffpuppen diskutieren wohlfeil über Sprachtheorie. Zuweilen wird die Diskussion hitzig und die Tierchen verpassen sich die ein oder andere Ohrfeige. Wann genau das der Fall ist? Die Künstler schreiben: “… at a point where words no longer seem to be the right tool of convincing the other one, the frog and the cat lose their temper. A slap in the face stops the opponent and gives way for another intellectual excursus…” Interessante Theorie, wie ich finde.

   Bild: Watschendiskurs
Als letztes Beispiel sei die “Breakfast Machine” vom fabelhaften Yuri Suzuki genannt. Der Designer und Musiker entwarf die Frühstücksmaschine mit dem unwiderstehlichen Comic-Apeal im Jahr 2009 für Amsterdams Design Forum Platform 21. Tatsächlich ist die Maschine Ausdruck des interdisziplinären Hintergrunds der Künstler und Designer, die dort seit dem Jahr 2006 zusammenarbeiteten.
Yuri Suzuki kann aber auch anders. Der Musiker lässt in seinem bezaubernden Jellyfish-Teremin zwei Quallen Sound erzeugen. Schauen Sie sich das einmal an. Aber am besten man liest gleich das ganze Buch.

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